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Dieses Motiv hat Anker erstmals 1893 als Vorzeichnung zu einer 1894 erschienenen Illustration des Romans 'Leiden und Freuden eines Schulmeisters' (Jeremias Gotthelf) bearbeitet. Drei Jahre später, 1896, hat er das Motiv in diesem Ölgemälde wieder aufgenommen, das in vielen Versionen und Verwertungszusammenhängen reproduziert und eine Art Inbegriff des Bildes der Dorfschule im 19. Jahrhundert geworden ist. "... Anker hat dieses Bild 1896 so angelegt, als blicke man in einen Raum, der wie die Bühne in einem Theater zum Betrachter hin offen ist. So kann er das ganze Unterrichtsgeschehen vor uns ausbreiten: Der Schulmeister versucht, unter den Buben Ordnung zu schaffen. Mit den Mädchen gibt es keine Problemen, sie sind am Rande des Geschehens sittsam in ihre Bücher vertieft. ... Trotz der ansprechenden Gestaltung - Anker wollte diese Schule nicht idealisieren; er wollte die Zeitgenossen auf den Fortschritt aufmerksam machen, der sich in der 2.Hälfte des 19.Jh. im Schulwesen vollzogen hatte." |